Dienstag, 29. September 2009

NFL hinter Gittern

Plaxico Burres mag einer der bekanntesten Fälle von straffälligen NFL-Spielern sein. Seine Geschichte wird durch die Tatsache, dass er sich selbst in den Oberschenkel schoss, nur umso mehr befördert. Das birgt durchaus auch eine gewisse Komik ins sich.
Die Statistik der NFL im Bezug auf straffällig gewordene Spieler liest sich allerdings traurig: In einer Datenbank der San Diego Union finden sich insgesamt 458 Spieler, die seit 2000 in im Zusammenhang mit Straftaten in den Medien auftauchten. Das heißt zwar nicht, dass sie auch alle veruteilt wurden, macht aber trotzdem nachdenklich.
Auf thebiglead.com werden die insgesamt 14 Fälle von häuslicher Gewalt vorgestellt, welche seit Januar 2008 verzeichnet werden mussten.

Michael Vicks biggest problem

Jon Stewart hilft uns in der Tonight Show vom 21. August 2007 auf die Sprünge, was das eigentliche Problem von Michael Vick ist:

The Daily Show With Jon StewartMon - Thurs 11p / 10c
Vick's Rub
www.thedailyshow.com
Daily Show
Full Episodes
Political HumorHealthcare Protests

Peter King und die Fans führen im Tippspiel

Die Steelers und die Texans verlieren überraschend, Detroit gewinnt sein erstes Spiel (wie King es vorraussagte), die Eagles haben auch mit Kolb gewonnen und die Colts haben den Cards einen klaren Sieg durch drei Turnovers (zwei davon in der Red Zone) abgerungen. Hier der Zwischenstand:

  1. Peter King - 13 Spiele richtig getippt
    Die Fans - 13 Spiele richtig getippt
  2. Las Vegas - 11 Spiele richtig getippt
    Myself - 11 Spiele richtig getippt

Montag, 28. September 2009

Blast to the Past

Gestern Abend liefen im Giants Stadium die Titans und die Jets anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der (mittlerweile als AFC in der NFL aufgegangenen) AFL in den Dressen ihrer Gründungsteams aus dem Jahre 1960 auf:



Die New York Jets wurden 1960 als New York Titans gegründet und 3 Jahre später im Zuge eines Besitzerwechsels umbenannt. Die Titans hingegen wurden in Texas als die Houston Oilers gegründet und bestanden in dieser Form bis 1997. Als sie in Folge nach Memphis übersiedelten, um ein Jahr später in Nashville ihr Zuhause zu finden, waren sie für zwei Jahre als die Tennesse Oilers bekannt, bevor der Name des Teams 1999 in Titans geändert wurde.


Die sogenannten Throwback Uniforms wurden 1994 zum 75-jährigem Jubiläum der NFL eingeführt, damals trugen alle Teams in Woche drei der Regular Season mehr oder weniger angepasste historische Dressen. Anpassungen waren vor allem im Bezug auf die Helme nötig, da in den fünfziger Jahren noch Lederhelme der Standard in der NFL waren. Auch die Nachnamen der Athleten auf der Rückseite der Dressen wurden erst 1970 in den Regeln festgeschrieben, was natürlich auch für die Throwback Uniforms gilt, die ältere Dressen simulieren. Weitere Änderungen waren vor allem typografischer Natur, die verwendeten Schriftarten auf den Throwback Uniforms waren lediglich Annäherungen, Nummern wurden verkleinert etc. Einige Teams wie zum Beispiel die erst 18 Jahre bestehenden Buccaneers hatten bis dato keine größeren Änderungen an ihren Dressen vollzogen, sie änderten nur die Farbe dere Hose leicht (mittlerweile haben die Bucs aber ein völlig neu designtes Dress). Hier gibt es eine Übersicht über die Throwback Uniforms von 1994 für die einzelnen Teams.

Die beiden New Yorker Teams haben ihre damaligen Throwback Uniforms auf Grund der großen Popularität mit nur wenigen Änderungen als Hauptdress beibehalten (das beliebte kleingeschriebe "ny" im Giantslogo wurde wieder eingeführt). Auch die Niners spielten für einige Saisons in dem Retrolook, einem Redesign des Dresses, in dem das Team seinen ersten Superbowl gewonnen hatte, bevor sie heuer wieder zum 80er Jahre Dress zurückkehrten, mit dem sie viermal Champion wurden.

2002 wurde den Teams schließlich offiziel ein Alternativdress zugestanden, seither finden immer wieder Throwback Games statt, Klassiker hierbei ist das Thanksgivingspiel der Lions.

Ganz unumstritten ist der Retrohype allerdings nicht, Flip Bondy von nydailynews.com bezeichnet diesen als übertriebene Merchandising-Aktion:

"The leagues saw the great fortunes to be made with these gimmicks, and they gave us throwback games to go along with the jerseys. [...] The idea is to honor (read: sell many licensed jerseys) the AFL's inaugural season 50 years ago."

Mir hingegen gefällt's irgendwie.

Sonntag, 27. September 2009

Week 3 - To Watch List

Diesen drei Spielen sollte man heute Abend auf jeden Fall Aufmerksamkeit widmen:

Tennese Titans @ New York Jets - heute 19:00 CET
Die Titans sind hungrig auf ihren ersten Sieg, die Jets Defense ist in jedem Fall sehenswert und Sanchez steht auf dem Prüfstand.

Pittsburgh Steelers @ Cincinnati Bengals - heute 22:15 CET
Die Division Rivals kommen beide 1-1 aus dem letzten Wochenende, hier schon ein kleiner Vorentscheid über den Division Titel.

Indianaplois Colts @ Arizona Cardinals - morgen 2:20 CET
Im Duell der Quarterbacks steht Peyton Manning heute Abend im Phoenix Stadium Kurt Warner und dem Superbowlteilnehmer Arizona gegenüber.

Samstag, 26. September 2009

Football Gezwitscher!

Seit heute findet sich in der Sidebar eine Twitterbox, in der ihr allen Neuigkeiten rund um diesen Blog folgen könnt.

Wenn ihr mir auf Twitter folgen wollt geht das hier.

Wenn ich morgen gut gelaunt bin findet sich dort vielleicht sogar mein Kommentar zum Spiel Kansas City Chiefs @ Philadelphia Eagles.

Week 3 Picks 'n' Odds

Mitspielen und jede Woche einen Blogeintrag gewinnen, der nach euch benannt ist. Einfach zu diesem Post ein Kommentar abgeben, in dem ihr alle 16 Spiele tippt. Wenn ihr besser seid als die Buchmacher, Peter King, die Fans und ich, dann trägt am Dienstag die Auswertung euren Namen!

Hier sind meine Picks für Woche drei:

Freitag, 25. September 2009

Michael Vick wird spielen

Andy Reid hat gegenüber NFL.com versichert, dass Michael Vick am Sonntag gegen die Chiefs zum Einsatz kommen wird:
"Vick is expected to run Philadelphia's version of the Wildcat offense. He might take a few snaps at quarterback and line up as a wide receiver or running back."

Look at the Rookie: Mark Sanchez

Mark Sanchez, einer der Shooting Stars während des NFL Draft 2009, scheint in den ersten zwei Wochen dem Hype um seine Person gerecht geworden zu sein.

Nachdem Brett Favre wiedermal untergetaucht ist (nur um nachher bei den Vikings völlig unverhofft wieder über Wasser zu kommen), standen die Jets nach einer Saison mit vielen Auf und Abs wieder ohne Quarterback da. In einem der größten Trades am Drafttag tauschten sie ihre Erst- und Zweitrundenpicks sowie drei Spieler aus ihrem Roster gegen den fünften Overall Pick der Browns, um Sanchez zu ziehen. Außer den Jets waren noch mindestens vier weitere Teams an dem USC-Quarterback interessiert.

Sanchez, eine Mexican-American der dritten Generation, wurde schon nach dem Abgang von der Higschool 2005 als der Top Quarterback seiner Altersgruppe gehandelt und so konnte er bereits in seinem zweiten Jahr auf der USC zum Starting Quarterback der Trojans avancieren. In seiner ersten kompletten Saison als erster Quarterback führte er die Trojans zu einem 12-1 Ergebnis und wurde MVP beim Rosebowl 2009. Hiernach entschied er sich nach nur 16 College-Spielen als Starting Quarterback gegen den Rat seines Mentors Pete Carrol nicht in sein Senior Year an der USC zu gehen, sondern die Möglichkeit zu nutzen als einer der ersten beiden Quarterbacks beim NFL Draft 2009 gezogen zu werden. Einzig der Georgia-Atleth Matthew Stafford wurde vor ihm gereiht und von den Detroit Lions gepickt.



Aber genug der Historie, werfen wir einen Blick auf Sanchez' erste beide Spiele als Profi für die Jets. Beide gewonnen. Einmal Housten gedemütigt und einmal Tom Bradys Pats überzeugend geschlagen. Insgesamt konnte der NFL-Neuling 32 von 53 Versuchen zu 435 Yards anbringen, was einen durchschnittlichen Yardgewinn von 8.2 pro Versuch bedeutet. Das rückt ihn in die Topregion der Quarterbacks zusammen mit Quarterbacks wie Philipp Rivers, Tony Romo und nur wenig Abstand zu Eli Manning. Mit einem Quarterback-Rating von 91.3 wird er derzeit an Stelle zehn in der NFL gereiht und lässt Stars wie Tom Brady und Ben Roethlisberger hinter sich. Gleich sein erster Spielzug für die Jets, ein 48-Yarder zu Chansi Stuckey, weckte große Hoffnungen in den Rookie.



Als die Feuerprobe für Rookie-Quarterbacks gelten im Allgemeinen die Third-Down-Conversions, die im Profibereich ungleich komplizierter ausfallen als im Collegefootball. Sanchez Performance an seinem ersten Wochenende brachte Michael Lombardi vom NFL Network ins Schwärmen:
"[...] in his first NFL game on the road against the Texans [he] goes 12-of-16 on third down, with 10 conversions. Five of those went for more than 18 yards and one went for a touchdown. Welcome to the NFL, Mr. Sanchez. You looked marvelous."
Jason la Confora stellte in seinem Blogbeitrag vom vergangenen Dienstag fest, dass Sanchez insbesondere bei langen Third-Down-Conversions brilliert und verlieh ihm den Titel "third-down maestro". Bei 7 oder mehr Yards im dritten Versuch konnte Sanchez 13 von 14 Versuche für insgesamt 149 Yards in ein First Down verwandeln, bei 9 oder mehr Yards konnte er sogar mit allen 8 Versuchen für insgesamt 124 Yards drei neue Versuche bzw. in einem Fall sogar einen Touchdown erzielen. Den Stil des Rookies hierbei beschreibt Confora folgendermaßen:
"In many cases Sanchez is playing it safe and hitting check-down options, and that’s fine. It’s a heck of a lot better than throwing a pick or forcing something."
Es lässt sich abschließend nur hoffen, dass Sanchez der ganze Hype um seine Person nicht in einem der nächsten Spiele zum Grabe wird. Am Sonntag geht es gegen Tennesee, die nach einem schlechten 0-2 Start nur allzu hungrig auf Punkte sein dürften.

Ein heißes Pferd

Ich spiele im Grunde kein Fantasyfootball und mag bekannterweise auch die Ravens kein bisschen, aber es sieht so aus, als wären auch dieses Wochenende wieder Defensivspieler aus Baltimore der sichere Tipp. Browns haben da wenig entgegen zu setzen, Baby.